Der Schritt zu einer Plastisch-Ästhetischen-Operation ist immer mit einer Sehnsucht verbunden. Nicht immer wünschen sich Patientinnen und Patienten ein jüngeres Aussehen oder eine schlankere Taille. Mitunter verspüren sowohl Männer als auch Frauen jedoch ein starkes und andauerndes Zugehörigkeitsgefühl zum anderen Geschlecht oder wünschen keine binäre Zuordnung.
Wenn dieses Gefühl über Jahre anhält und der Zweifel an der eigenen Geschlechtsidentität weiter steigt, nimmt auch häufig die psychische Unzufriedenheit zu. Eine geschlechtsangleichende Operation oder Transgender-OP ist in diesem Fall eine Möglichkeit, um den Wünschen nach einer Identifikation mit dem eigenen Geschlecht zu erfüllen. Ich biete Behandlungen für Gesicht und Brust an (keine genitale Angleichung oder Hormontherapie), damit Sie auch äußerlich endlich zu der Person werden, als die Sie sich wahrnehmen.
Folgende Transgender-OPs biete ich an:
Unter einer Gesichtsfeminisierung (Facial Feminization Surgery, FFS) fallen mehrere Eingriffe im Gesicht. Diese haben das Ziel, das Äußere der Betroffenen weiblicher erscheinen zu lassen und maskuline Gesichtszüge abzuschwächen. Natürlich können diese Behandlungen nicht nur bei Trans-Frauen zum Einsatz kommen. Auch für cis-Frauen mit maskulinen Gesichtszügen sind diese OPs eine Möglichkeit, um femininere Gesichtszüge zu erhalten.
Während die weibliche Gesichtsform eher oval und weich ist, verfügen Männer in der Regel über markante, eckige Züge. Insbesondere der Unterkieferwinkel ist häufig sehr ausgeprägt. Doch auch die prominenten Augenbrauenwülste, ein großer Adamsapfel oder ein hoher Stirnhaaransatz sind Stigmata für das männliche Aussehen. Daher werden in einer gesichtsfeminisierende Operation meist mehrere operative Verfahren zusammengefasst.
Die Behandlungen müssen zudem häufig direkt am Knochen durchgeführt werden, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen. Kombiniert mit der medizinischen Bearbeitung des Weichgewebes lassen sich so feine, weibliche Gesichtszüge kreieren.
Vor einer Behandlung analysieren wir in einem Gespräch Ihre Gesichtskontur. Im Anschluss erfolgt eine umfassende Beratung, welche Maßnahmen sinnvoll und zielführend sind, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen. Bei knöchernen Eingriffen kooperiere ich mit Kollegen der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, sodass auch hier eine zusätzliche Untersuchung mit Informationsgespräch im Anschluss stattfindet.
Das Vorgespräch findet persönlich und diskret in direkt in meiner Praxis statt. Ziel der Unterhaltung ist es, Ihnen einen genauen Einblick in die erforderlichen medizinischen Maßnahmen zu geben, alle Ihre Fragen zu beantworten und mögliche Sorgen zu nehmen.
Das alleinige Brauenlift (Straffung und Anheben der Augenbrauen) ist ein kleiner Eingriff, der auch in örtlicher Betäubung und ambulant durchgeführt werden kann. Buschige Augenbrauen können so problemlos verkleinert und angehoben werden, was dem Gesicht einen frischen, aufgeweckten Ausdruck verleiht.
Ein weiteres weibliches Schönheitsideal sind prominente Wangenknochen. Um diese zu erhalten, bevorzuge ich eine Wangenkonturierung mit Eigenfett. Weiterhin gibt es die Möglichkeit, Silikonimplantate zu verwenden. Meist empfiehlt es sich, in gleicher Sitzung eine Modellierung der gesamten Gesichtssilhouette durchzuführen. Eine Angleichung der Gesichtskontur kann – je nach Erscheinungsbild – durch eine Fettabsaugung, eine Einspritzung von Eigenfett oder anderen Fillern sowie durch eine Gesichtsstraffung erfolgen.
Viele Patientinnen empfinden schmale Lippen oder einen verlängerten Lippen-Nasen-Abstand als störend. Meine Therapie der Wahl ist zum einen eine Verringerung dieses Abstandes mithilfe der „Bullhornplastik“, die gleichzeitig zu einer Aufrichtung der Oberlippe führt. Dies vermittelt einen deutlich volleren Eindruck. Sollte diese Behandlung nicht ausreichen, empfehlen wir die Verwendung von Eigenfett oder kommerziell erhältlichen Mikrofillern für die Lippenvergrößerung. Hierbei sollte ein natürliches Aussehen das Ziel sein.
Nicht nur prominente Stirnwülste, sondern auch ein markantes Kinn charakterisieren ein typisch männliches Aussehen. Um das Kinn femininer zu gestalten, kann überschüssiger Knochen operativ abgetragen werden. Dieser Eingriff kann mit einer Halsstraffung oder Fettabsaugung des Halses kombiniert werden.
Für viele Frauen ist die Brust der Inbegriff der Weiblichkeit. Daher hat der Brustaufbau bei einer feminisierenden Transgender-OP auch einen besonders hohen Stellenwert. Dabei sind 2 Methoden der Brustvergrößerung möglich:
Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile. So ist die Vergrößerung mit Implantaten schnell und effektiv. Jedoch ist Silikon ein Fremdkörper und stellt somit ein gewisses Risiko dar. Das Einspritzen von Eigenfett ist dagegen weitaus natürlicher. Die Behandlung ist allerdings langwieriger, da die Füllmenge pro Seite auf ca. 250 ml begrenzt ist und sich ein Großteil des eingespritzten Fettes auf natürliche Weise abbaut. Daher sind bei dieser Methode mehrere Behandlungen notwendig. Lassen Sie sich von mir beraten, um herauszufinden, welcher Eingriff sich für Sie am besten eignet.
Die weibliche Anatomie unterscheidet sich nicht nur im Gesicht, sondern auch im Bereich des Gesäßes von der eines Mannes. Um eine weibliche Rundung des Gesäßes zu erreichen, können – je nach der individuellen Ausgangsvoraussetzung – Silikonimplantate oder Eigenfettinjektionen für den Gesäßaufbau verwandt werden. Ich bevorzuge den Gesäßaufbau mithilfe von Eigenfett, da er weniger komplikationsbehaftet ist und ein sehr natürliches Resultat ergibt.
Zu den maskulinisierenden Eingriffen zählen Behandlungen am ganzen Körper, die das Ziel haben, das Aussehen maskuliner zu gestalten. Bei einer maskulinisierenden Brust-OP beinhaltet das in erster Linie die Mastektomie, also die Brustentfernung, nach Möglichkeit mit erhaltender Sensibilität der Brustwarze.
Je nach Größe der Brüste variieren die Operationstechniken. Bei sehr kleinen Brüsten ist eine Entfernung über einem sogenannten periareolären Schnitt möglich, sodass die Narbe durch den farblichen Unterschied zwischen Brustwarze und Haut unsichtbar wird. Bei größeren Brüsten bieten sich narbensparende Techniken an. Wichtig ist immer, das Gefühl der Brustwarze so weit wie möglich zu erhalten. Der Eingriff wird in Narkose und unter stationären Bedingungen durchgeführt.
Vor einer Brust-OP führen wir ein ausführliches Gespräch in meiner Praxis. In diesem kläre ich Sie über die verschiedenen Möglichkeiten der Behandlung auf und beschreibe Ihnen die nötige Nachsorge, um ein ideales Ergebnis zu erhalten. Außerdem analysiere ich Ihre anatomischen Voraussetzungen, um einen individuellen Behandlungsplan für Sie zu erstellen.
Im Anschluss an die Operation der Brust ist das Tragen eines Kompressionsboleros für 4 bis 6 Wochen notwendig. Schwellungen und Blutergüsse treten normalerweise direkt nach der Behandlung auf. Diese bilden sich allerdings in der Regel innerhalb von 5 bis 10 Tagen wieder zurück. Sie müssen mit einer Ausfallzeit von ca. 1 Woche rechnen.
Melden Sie sich gerne in meiner Praxis, falls Sie über eine Transgender-Operation nachdenken, aber noch Fragen oder Zweifel haben. Ein Eingriff dieser Art ist ein großer Schritt, den Sie unbedingt an der Seite von spezialisierten Experten auf diesem Gebiet gehen sollten.
Bitte beachten Sie, dass ich für eine Transgender-OP ausschließlich Privatpatienten oder Selbstzahler behandeln kann.
Wir freuen uns darauf, von Ihnen zu hören.